Vierteljährliche Verdiensterhebung

Das Wichtigste im Überblick

Die Vierteljährliche Verdiensterhebung wird seit 2007 mit dem Ziel durchgeführt, zuverlässige Daten über das Niveau und die Veränderung der Bruttoverdienste von Arbeitnehmern zu gewinnen.

Die im Rahmen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung erfassten Daten werden auf unterschiedliche Weise genutzt. Die Ergebnisse dienen mehreren Konjunktur- und Strukturstatistiken als Datengrundlage bei der Erfüllung diverser Verordnungen auf europäischer und nationaler Ebene sowie zur Berechnung wichtiger Indikatoren. Hierzu zählen u.a. die Berechnung des Arbeitnehmerentgelts der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Bundes und der Länder, der Arbeitskostenindex sowie die jährliche Berechnung des Verdienstabstands zwischen Frauen und Männern (Gender Pay Gap). Des Weiteren werden die Ergebnisse der Vierteljährlichen Verdiensterhebung sowohl von der Arbeitgeberseite (Verbände) als auch von der Arbeitnehmerseite (Gewerkschaften) als Argumentationshilfe in Tarifvertragsverhandlungen herangezogen. Sie finden bei der Überprüfung der Einhaltung des Lohnabstandsgebots Verwendung und kommen in Wertsicherungsklauseln zur Anpassung von Preisen für Leistungen und Waren zum Einsatz.

Um zuverlässige Ergebnisse zu gewährleisten, werden die Angaben bei den Arbeitgebern und unter gesetzlicher Auskunftspflicht gewonnen. Mit dem Ziel, die Belastung der Betriebe möglichst gering zu halten, wird die Erhebung in der Regel nur bei Betrieben durchgeführt, die zum Zeitpunkt der Stichprobenziehung mehr als 10 Arbeitnehmer beschäftigen. In einigen wenigen Branchen werden aus Gründen der Repräsentativität auch Betriebe ab 5 Arbeitnehmern einbezogen. Zur Entlastung der Betriebe trägt zudem die Konzeption der Erhebung als Stichprobe bei.

Aktuelle Ergebnisse der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden in der Regel 85 ? 90 Tage nach dem Ende eines Berichtsquartals vom Statistischen Bundesamt und den Statistischen Ämtern der Länder veröffentlicht.